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·6 Min. Lesezeit·Fernando BoieroFernando Boiero·CTO & Mitgründer

Der neue Vertrag zwischen Unternehmen und Technologieanbietern

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Entwicklung der Beziehung zwischen Unternehmen und Technologieanbietern hin zu einem strategischen Modell
Von der transaktionalen Beziehung zur strategischen Partnerschaft: das neue Paradigma bei der Beauftragung von ICT-Anbietern

Die Beziehungen zwischen Unternehmen und Technologieanbietern stehen an einem Wendepunkt. Einerseits sind Kunden mehr denn je auf ihre ICT-Partner angewiesen, um kritische Operationen aufrechtzuerhalten, aufkommende Technologien zu implementieren und neue Geschäftsmodelle zu ermöglichen. Andererseits stehen sie vor einem Szenario technologischer Komplexität, steigender Kosten und Sicherheitsrisiken, das sie zwingt, zu überdenken, mit wem sie arbeiten und unter welchen Bedingungen.

Das Ergebnis ist ein klarer Trend: Anbieterkonsolidierung, höhere Anforderungen an die Beziehung und die Suche nach echter Differenzierung.

Die Konsolidierungswelle

Laut dem EY Tech Horizon Report 2025 plant mehr als ein Drittel der Unternehmen weltweit, ihre ICT-Anbieterbasis in den nächsten 12 Monaten zu konsolidieren. Der Trend zieht sich durch alle Branchen, ist aber besonders stark in der Fertigung (43%) und bei Finanzdienstleistungen (42%).

Warum diese Entscheidung? Der Bericht identifiziert drei Haupttreiber:

  • Minimierung von Sicherheits- und Compliance-Risiken (63%): weniger Anbieter bedeutet mehr Kontrolle.
  • Kostenreduktion (59%): Konsolidierung ermöglicht bessere Verhandlungen und eliminiert Redundanzen.
  • Reduzierung technologischer Komplexität (59%): weniger Anbieter bedeutet weniger Integrationen.

Weitere relevante Motivationen umfassen die Vermeidung von Abhängigkeit von kleinen Anbietern mit geringer Stabilität (53%), das Erreichen größerer Accountability bei Schlüsselpartnern (49%) und die Umverteilung von Arbeit an zuverlässigere Anbieter (18%).

Die Auswirkungen auf das Anbieter-Ökosystem

Diese Dynamik bevorzugt größere Akteure. Aber sie birgt auch ein Risiko: Viele kleinere Anbieter können außen vor bleiben, wenn sie keine klare Differenzierung zeigen können. Das bedeutet nicht, dass sie zum Scheitern verurteilt sind, aber die Anforderungen ändern sich: Sie müssen einzigartiges Fachwissen und Branchenspezialisierung nachweisen.

Die neue Anforderung: Die Beziehung verbessern

Unternehmen erwarten von ihren Technologieanbietern weit mehr als einfache technische Ausführung. Der EY Tech Horizon Report zeigt die Prioritäten:

  • Klarere Artikulation aufkommender Technologien (38%).
  • Besseres Verständnis des Kundengeschäfts (26%).
  • Größere Flexibilität in der Beziehung (18%).
  • Expertise in ESG und GenAI (12%).
  • Tiefere Zusammenarbeit (7%).

Branchenunterschiede

Jede Branche hat ihre eigenen Prioritäten bei der Bewertung der Beziehung zu Technologieanbietern:

  • Automobil: Technologie-Artikulation (33%) und Geschäftsverständnis (28%).
  • Energie: Geschäftsverständnis (40%).
  • Finanzdienstleistungen: Geschäftsverständnis (42%).
  • Regierung: Flexibilität (34%).

Ein Mentalitätswandel

Was geschieht, ist ein tiefgreifender Wandel darin, wie Unternehmen ihre Beziehung zu Technologieanbietern konzipieren. Von transaktional zu strategisch. Von einem fragmentierten Ökosystem zu einem reduzierten Portfolio mit tieferen Beziehungen. Von der reinen Bewertung technischer Fähigkeiten hin zur Forderung nach einer klaren Darstellung, wie Technologie Geschäftsergebnisse vorantreibt.

Die Grenzen der Staff-Augmentation-Modelle

In diesem Kontext werden Staff-Augmentation-Modelle exponiert. Das Risiko besteht darin, zur Commodity zu werden. Die Zukunft wird nicht davon bestimmt, wie viele Programmierer ein Partner hinzufügen kann, sondern davon, wer dabei hilft, Innovation in konkrete Ergebnisse zu übersetzen.

Konsolidierung, Nähe und Differenzierung

Bei Xcapit verstehen wir diesen Vertragswandel. Als konsolidierter Partner mit Erfahrung in über 160 Ländern investieren wir in die Nähe zum Kunden und kombinieren fertige Produkte mit individuellen Entwicklungen. In einer Welt, in der Unternehmen weniger Anbieter, aber stärkere Beziehungen suchen, übernehmen wir die Rolle des strategischen Partners, der die Technologieadoption vereinfacht und beschleunigt.

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Fernando Boiero

Fernando Boiero

CTO & Mitgründer

Über 20 Jahre in der Technologiebranche. Gründer und Direktor des Blockchain Lab, Universitätsprofessor und zertifizierter PMP. Experte und Vordenker für Cybersecurity, Blockchain und künstliche Intelligenz.

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